Die Leber erfüllt viele verschiedene, sehr komplexe Aufgaben des Stoffwechsels und gehört zu den wichtigsten Organen im tierischen Körper. Eine wichtige Aufgabe der Leber besteht in der Speicherung von Zucker (Glukose) und in der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Die Leber ist außerdem der sogenannte „Umschlagplatz“ für Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Eisen, Kupfer, Vitamine A, B12 + D sowie Hormone. Der Aufbau körpereigener Stoffe ist somit eine der Hauptaufgaben der Leber und sie kontrolliert und reguliert den Stoffwechsel.Die aber wohl wichtigste Funktion der Leber dürfte die Entgiftung des Körpers sein.

Neben den im Körper anfallenden, unbrauchbaren und schädlichen Substanzen sind dies vor allem Medikamente und Umweltgifte.Jeder Stadthund ist täglich allein durch die Abgase beim Gassigehen vielen Schadstoffen ausgesetzt. Bei einer Lebererkrankungen kann jede einzelne dieser Funktionen gestört sein, häufig auch mehrere gleichzeitig. Störungen können sich akut oder aber schleichend über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln.






Häufige Ursachen für Lebererkrankungen sind zudem Fütterungsfehler und Stress.

Ein unter Stress stehender Hund hat mit einer ständig unterschwelligen Leberreizung zu rechnen und ist in diesen Phasen deutlich anfälliger. So können Entzündungen oder degenerative Leberschäden entstehen. Die Leber besitzt jedoch die einmalige Fähigkeit, sich stark regenerieren zu können. Selbst nach einer schweren Schädigung kann sie einen großen Teil des zerstörten Gewebes durch neu gebildete, funktionsfähige Leberzellen ersetzen. Deshalb ist es empfehlenswert, diese Regenerationsfähigkeit durch eine Leberkur, zweimal im Jahr, zu unterstützen, da sich die Leber des Hundes erholen kann.

Besonderes jetzt nach den Weihnachtsfeiertagen, in denen unsere Hunde vermeintlich mehr und ungewohntem Stress ausgesetzt waren (Reise, Silvester, Verwandschaft zu Besuch etc.), ist es sehr wahrscheinlich, dass dies auf den Organismus des Hundes und speziell auf seine Leber negative Auswirkungen hat. Ihr Tierarzt kann in diesem Fall ein Leberprofil erstellen (Blutuntersuchungen, bildgebende Untersuchungen etc.). Da ein Hund, selbst bei Lebererkrankungen mit bereits gefährlichem Ausmaß keine Schmerzen empfindet, ist die Untersuchung eines Tierarztes dringend zu empfehlen.






Krankheitszeichen die auf eine Störung der Leber hinweisen:

Mattigkeit und Niedergeschlagenheit

Mangelnde Fresslust

Erbrechen und Durchfall

Gewichtsverlust

Verminderter Durst bei Hunden

Verlangsamte Erholungsphase nach Narkosen

Ein wichtiger Behandlungspunkt bei Lebererkrankungen ist die richtige Fütterung. Hierdurch werden zusätzliche Belastungen für den Stoffwechsel und die Entgiftung des Körpers reduziert. Da die Zusammensetzung von leberunterstützendem Futter kompliziert ist und nicht mit einfachen Rezepten sichergestellt werden kann, sollten Sie diese Diät unbedingt mit Ihrem behandelten Tierarzt absprechen. Außerdem gibt es einige natürlich bewährte Helfer aus der Natur, die sich positiv auf die Funktionen der Leber auswirken und zusätzlich bei der Leberkur gefüttert werden sollten. Natürliche Inhaltsstoffe wie Mariendistel und Artischocke schützen die Leber, fördern die Verdauung und regen den Gallenfluss an. Speziell die Inhaltstoffe Silymarin und Silybin aus Mariendistel und Artischoke haben antioxidative und membranstabilisierende Eigenschaften.

Artischocke: Unterstützt die Fettverdauung der Leber

Mariendistel: Ist bekannt für Ihre positive Wirkung speziell bei Problemen des Leberstoffwechsels